Montag, Februar 12, 2007

Bye-Bye Nanjing

Uff… so, morgen geht’s weiter. Wieder Sachen packen… Aber was soll’s- mit jeder weiteren Packaktion komme ich ein Stückchen weiter nach Hause. Und ich freue mich auf ein highly civilized Shanghai. This will be somehow a great change.

In China spielt die Familie eine ziemlich wichtige Rolle, wenn nicht sogar die Wichtigste. Und so ist es eine große Ehre, wenn man als Ausländer in die Familien der Geschäftsfreunde mit aufgenommen wird. Und diese Ehre ist mir zu Teil geworden, denn Mr. Zhang hat mich zu seiner Nichte gemacht. So kann mir auf meinen zukünftigen Reisen hier nicht mehr viel passieren, denn damit verpflichtet er sich, auf mich aufzupassen.
Das ist eigentlich nur die Vorgeschichte der eigentlichen Story, die ich heute zu berichten habe. Denn am Samstag ist traurigerweise sehr plötzlich der Vater von Mr. Zhang gestorben. Und nach einiger Diskutiererei mit Bill und Mrs. Wang, was für uns Ausländer die angemessene Art und Weise zu kondolieren sei, sind wir dann am Sonntag mit unserem Fahrer, Bill und Mrs. Wang aufgebrochen, um der Familie von Mr. Zhang unsere Ehre zu erweisen.
Das ist hier ein hochoffizieller Ritus. Ich musste gut frühstücken, denn erst hieß es, wir müssten uns vor der Leiche verbeugen- die war aber dann doch Gott sei Dank schon auf dem Weg zum Krematorium. Mr. Zhang nahm uns vor der Arbeitersiedlung in Empfang. Wir boten ihm Geld an- 1.000 RMB (ca. 100 Euro), er lehnte es ab- auch das gehört zum Ritus (das Anbieten und das Ablehnen des Geldes). Hätte er das Geld angenommen, hätte er uns auch zur heutigen Einäscherung einladen müssen. Dann sind wir rein in die kleine 2-Zimmer Wohnung und wurden nacheinander der Familie vorgestellt, haben unsere Blumenarrangements mit den chinesischen Trauerbändern abgegeben und mussten uns dann vor einem Altar mit Räucherstäbchen und Fotos verbeugen.
Ich meine so abgefahren wie diese ganze Geschichte auch für mich war- aber so habe ich einen Einblick in die tiefsten chinesischen Familienstrukturen bekommen, der mir sonst verwährt geblieben wäre.
Für Mr. Zhang bricht nun eine 49tägige Trauerzeit an, in der er als Sohn seinem Vater gegenüber verschiedene Pflichten erfüllen muss. Wenn ich das richtig verstanden habe, je Woche eine andere Sache.

Ansonsten: Business as usual- eating and drinking all day long. :o) So langsam gewöhne ich mich an diesen merkwürdigen Mampf hier…

Heute ist Montag- also noch 5 Tage bis ich wieder deutschen Boden betreten werde. Danke Euch allen für die netten, lieben Worte. Das dämpft das Heimweh etwas. Ich komme noch nicht einmal dazu Postkarten zu schreiben. Die einzige freie Zeit die ich bisher hatte, hatte ich am Samstag und da habe ich einen Tempel besucht- also auch wieder nüx mit Postkarten schreiben. Aber is’ ja auch kein Urlaub, nech?!

Kisses,
NINA



Toilette "Chinese Style"

Onkel und Nichte - Mr. Zhang und Nina

Die Altstadt von Nanjing

Dito.



Business at Nanjing Luzhou Machine Works - der Kooperationspartner für die Windenherstellung

Typenschild einer Hatlapa-Rudermaschine

Saturday-Afternoon-Sightseeing I

Saturday-Afternoon-Sightseeing II


Saturday-Afternoon-Sightseeing II

Musikalische Früherziehung

Donnerstag, Februar 08, 2007

Neuigkeiten aus Nanjing

Vorab: es scheint, Ihr habt mich falsch verstanden, denn das Essen ist zwar bisher ziemlich beängstigend gewesen, aber der Rest passt schon soweit. Es ist eben alles, nunja, anders. Aber was will man erwarten- ich bin am anderen Ende der Welt in einem sozialistisch regiertem Land, mit einer schwindelerregend weit zurückreichenden Geschichte und Kultur, in dem die Menschen anders denken, anders reden... Da kann es einfach nicht so sein wie zu Hause.
Aber zu Anfang war das schon ein Schock. Mittlerweile geht es.

Die ersten beiden Tage waren wir im Süden des Landes, in Guangzhou. Viel von der Gegend haben wir dort nicht zu sehen bekommen und von daher hatte ich nur den Eindruck von den Menschen um mich herum und dem Essen. Dann sind wir weiter geflogen Richtung China-Mitte sozusagen- nach Wuhan. Eine furchtbar hässliche Stadt am Jangtse. Dort haben wir eine Werft besucht und eben auch etwas von der Gegend gesehen. Es ist wirklich erschreckend wie weit die Schere hier auseinander klafft. In den Städten sieht man zwar auch hie und da furchtbar arme Menschen, aber das ist im Prinzip nicht anderes als bei uns. Aber wie die Menschen in den Suburbs Leben, übertrifft jede Vorstellungskraft. Deshalb fällt es mir auch schwer diese Eindrücke zu beschreiben. Und fotografieren kann man so etwas schon gar nicht. Da stehe ich dann im Hosenanzug mit meinen High Heels im Schlamm vor der Schiffswerft und ich werde geohrfeigt von dieser herzzerreißenden Ungerechtigkeit. Die Menschen, die dort in unmittelbarer Umgebung zur Werft leben, sind so unbegreiflich arm, dass es einem, während man dort auf ein Taxi wartet, förmlich das Herz zerreißt. Und es wird einem klar, dass man, während man durch das Land reist, äußerst privilegiert ist. Ein Fahrer fährt uns zum Hotel und bringt uns auch wieder zum Flughafen. Wir schlafen in First Class Hotels. Gehen mittags und abends schick (wenn auch nicht lecker) essen. Und so weiter und so fort. Da sieht man das richtige China nicht. Das richtige China ist eben nicht dieses boomende mehr kapitalistische, als sozialistische China. Das richige China ist mehr. Dazu gehören eben auch diese furchtbaren Lebensumstände, die die Mehrheit dieser riesigen Bevölkerung ihr zu Hause nennen.
Keiner dieser Menschen hat jemals oder wird jemals das Privileg haben, in einer der großen, schönen Städte wie Nanjing oder Shanghai zu studieren, geschweige denn ein Studium im Ausland zu absolvieren. Sie werden nie die Chance haben teilzuhaben am Boom.
Und man vergisst sie auch schnell wieder. Kaum ins Taxi gestiegen, war ich zwar erst noch sehr ergriffen. Aber sobald man wieder seine Welt betritt, verblasst das Bild vom anderen China- auch wenn man es noch so sehr festhalten will.

Und so bin ich wieder im vermeindlich besseren China angekommen- wie gesagt in Nanjing. Hier die letzten Fotos. Enjoy. :-)



McDonalds, McDonalds :)

Eigentlich mag er gar keine Eiscreme- aber uns zu liebe, isst er sie doch. Unser Bill...


Feierabend-Bierchen

Unser Hotel in Nanjing: Madarin Garden

Mrs. Wang und Nina- nach einem Essen, was wirklich lecker war und gar nicht eklig...

Blue Marlin. Eine Bar, die komplett auf Ausländer eingestellt ist:
Erdinger Weißbier, Haxe und Sauerkraut etc. SCHLIMM...


Rock Music- made in China. Anne und Matthias, habt Ihr eigentlich mittlerweile eine Band? Die wären was für Euch ;)

Late night drinking

Lecker Cocktails schlabbern. Yummi.


Das Heimweh schwindet übrigens, denn mein Freund hat bei Youtube ein Video für mich gepostet :o) Da ich hier leider kein High Speed Internet zur Verfügung habe, lädt es der Rechner immer noch herunter. Ich werde es mir gleich zum Einschlafen dann anschauen. Ich freue mich schon :-)
Ich hoffe, es geht Euch allen gut. Munter bleiben.


Montag, Februar 05, 2007

Aus dem Reich der Mitte


Ich bin immer noch völlig geflasht von den Ereignissen hier.

Gestern habe ich im Gedanken schon meine Kündigung verfasst und Pläne geschmiedet, wie sich eine alternative Zukunft gestalten ließe. Alles Männer hier und keiner schaut mir in die Augen und nimmt mich für voll. Kam dann auch noch hinzu, dass auch fachlich bei mir noch große Lücken klaffen. ICH WAR FERTIG. Wollte zurück zu Butting, in vertrautes Fahrwasser. Zu westlichen Sitten beim Essen und Themen wo ich mitreden kann.

Aber der Reihe nach. Gestern nach 30 Stunden ohne Schlaf sollte eigentlich ein inoffizielles Dinner mit unserem Kooperationspartner stattfinden. Aber es kam Lektion Nummer eins: Planänderung. Nichts mit fix und firm. Hatte ich mich in Deutschland doch schon im Detail auf die einzelnen Firmen die wir treffen sollten vorbereitet, konnte ich diese Vorbereitung getrost in die Tonne treten. Angesagt war ein offizielles Dinner mit Guangzhou Shipyard. O.k., Haare strähnig und fettig and only half an hour left to get dressed up for an official dinner. Da muss man dann durch. Und überhaupt: HILFE! Ich bin doch gerade erst angekommen. Will mich erstmal vertraut machen mit der Umgebung, den Menschen. Aber nix is. Muss man durch.

Und es war wie vermutet. Schrecklich steif. 12 Machos, Herr Schmidt und ich. Man isst mit den wichtigen Leuten nicht etwa zusammen im Großraumlokal gemeinsam mit dem Pöbel, sondern im Separée. Und dann kamdas Essen. Gefühlte 20 unterdrückte Frauen servieren es. Ich hatte keine Chance. Die Herren rechts und links von mir schaufeln alles ungefragt auf meinen Teller. Hatte ich da noch einen Würgereiz nach dem anderen, da die servierten Sachen noch Schnäbel, Füße, Borsten, Köpfe inklusive Augen und sonstige Extremitäten an sich baumeln hatten, war dieser Ekel schon verschwunden. Das Rezept zum „Nicht-Kotzen“? Nicht fragen. Einfach essen. Und schon gar nicht im Nachhinein grübeln: „Habe ich wohl schon Hund gegessen?“ Und dabei erst Recht nicht an so Darlings wie Jette denken. Nein, dann kommt es ganz bestimmt wieder oben raus– das Essen. Und bei allem was ich bisher schon probiert habe, muss ich sagen, dass die Gänseleber mit der darunter liegenden Zunge bisher das Ekeligste war. Alles andere war in Ordnung. Auch die Schlange, von der ich nicht wusste, dass es eine war. Uah. „Sagen’se mal, Herr Schmidt, was waren eigentlich diese Knochengerüste, die man abknabbern musste?“ „Das war Schlange, Frau Burghardt.“ Achso, ne, is’ klar. Gott sei Dank war das Essen schon verdaut und daher kein spontaner Brechreiz mehr möglich. Ein großer Fehler meinerseits dann noch, dass ich, als alle anfingen zu rauchen, Herrn Schmidt um eine Kippe bat. Alle schauten mich an. Und waren so erleichtert mich rauchen zu sehen. Normalerweise schmöken die hier während des gesamten Essens. Nur aus Rücksichtnahme auf mich, unterließ man das bisher. Soweit so gut. Aber heute bekam ich dann die Quittung. Die Mär von der quarzenden Deutsch sprach sich schnell herum und so forderte mich alle 5 Minuten ein anderer Chinese auf, eine von seinen Kippen zu testen. Erklär mal einer diesen Typen, dass man eigentlich nur alle 2 Monate mal eine schmökt. Das glaubt dir hier kein Schwein.

Heute morgen dann nach einer fast durchwachten Nacht (Mama, das nächste Mal gibst Du mir gefälligst Drogen mit auf den Weg!) war es dann nicht besser. Wir besuchten Guangzhou Wenchong Shipyard. Und mir wurde klar: „Gott, ich habe keinen Schimmer, was die hier sabbeln.“ Wie furchtbar. Und es folgte ein Official Lunch, mit diesen Leuten. Ohne großen Unterschied, zu dem Official Dinner gestern abend.

Heute abend dann nach den Business Affairs, dann endlich mal ein inoffizielles Dinner. Und das war wirklich richtig nett. Am Ende habe ich sozusagen meinen Mann gestanden und die Herren um den Finger gewickelt. Auch wenn sie das niemals zugeben würden, aber Frau hat so was einfach im Gefühl. Spätestens als ich meine Ärmel hochgekrempelt hatte, um mit Mr. Zhang Armdrücken zu machen war die Sache geritzt. :-) „Mr. Zhang, try to be a gentleman… Uah… Mr. Zhang- you really have to try harder.“ Aber nix is’… Ich wurde besiegt. (Note to myself: vor dem nächsten Trip muss ich unbedingt meinen Bizeps trainieren…)

So, und nun sitze ich hier und will zumindest noch meine ersten Fotos online stellen.

Ich vermisse Euch schrecklich. Alles ist so anders hier. Nicht unbedingt schlecht, aber wirklich strange.



Mr. Schmidt und Bill vor dem ersten offiziellen Dinner



Me and the duck head (in meiner Hand- nicht der Typ neben mir...)


Even more duck (or pigeon or whatsoever) heads...



Guangzhou Wenchong Shipyard




Alles hört auf mein Kommando. Uuuuuunnnd... loooos!!


Schneller, schneller, schneller!!!



Kidding with Mr. Zhang

Me finally :o)




Freitag, Januar 05, 2007

Happy New Year

Auch wenn es wahrscheinlich allen schon zum Hals raushängt, weil einem wirklich jede Pappnase ein frohes neues Jahr wünscht, möchte ich mich trotzdem gerne anschließen und Euch nur das Beste wünschen für das Jahr 2007. Auf das ihr alle gesund und glücklich bleibt…
Für uns wird dieses Jahr sicherlich ein aufregendes Jahr werden. Natürlich, weil jetzt in Hamburg erstmal alles noch neu und aufregend ist. Dann natürlich auch, weil meine kleine, süße Schwester ihren Matthias aka Schwager im Juli ehelichen wird. Dann fangen die beiden dieses Jahr auch noch an zu bauen, wo sicherlich auch noch das eine oder andere Mal unsere Hilfe gefragt ist. Da mein (seit Dezember 2006 ist es wirklich meins- danke an Ma & Pa) Grundstück direkt neben deren liegt, werde ich auch immer so richtig schön Stress machen, wenn die die Grenze übertreten. Wat mut dat mut.

Wider Erwarten habe ich den Jahreswechsel überlebt. Trotz Weihnachts-Zwangsmästung und folgendem Umzug, der selbstverständlich mit entsprechendem Stress einherging. Wäre ja auch irgendwie langweilig, wenn das nicht so wäre, nech?!

Am Dienstag dieser Woche habe ich nun auch meinen neuen Job angetreten und bisher gefällt es mir sehr, auch wenn mir abends ganz schön der Kopf dröhnt, wegen der vielen neuen Dinge, die auf mich einprasseln.

Noch ist die Wohnung nicht fertig, so dass wir jeden Abend satt zu tun haben. Der Fernseher steht zwar schon (ich habe drauf bestanden, da ja Dienstag wieder Serienabend war und das kann man ja schließlich nicht ausfallen lassen, nech?), aber das Sofa ist noch nicht da, so dass wir auf fernsehen großzügig verzichten (bis auf besagten Serientag), da es sich auf den Küchenstühlen dann doch etwas unbequem sitzt. Egal. Schlafzimmer, Bad und Küche sehen jedenfalls schon sehr schön aus.

Dann noch eins: ist Euch schon einmal aufgefallen, dass die Arschmaden, mit denen Ihr ein Ikea-Paradies betretet und die mit Euch gleichzeitig die Möbelausstellung entern, dass Ihr die bis zur Markthalle (da zerstreut es sich dann doch etwas) nicht mehr loswerdet?! Is' so, müsst Ihr mal dringend drauf achten. Und wenn man gaaanz viel Glück hat, dann erwischt man echte Stars der deutschen Bevölkerung. Soll heißen, dass einen das schon arg in den Wahnsinn treiben kann, wenn es sich um wirklich anstrengende, ätzende, nervige, laute, primitive Zeitgenossen handelt. Schlimm, schlimm, schlimm.

Soooo, demnächst kommen dann Fotos und so von der neuen Wohnung. Wird aber sicherlich noch etwas dauern. Erst muss alles gaaaanz schicki sein.

Donnerstag, November 30, 2006

Konzertnachlese

Da waren zuerst Mando Diao Anfang November. Das war ein ganz feines Fest. Ich mag sie ja, die Schweden im Allgemeinen (wegen IKEA und H&M und so) und Mando Diao im Besonderen. Die sind noch jung und motiviert und haben sich in der blöden Alsterdorfer Sporthalle (menno, warum haben die das nur verlegt?) völlig verausgabt. Überraschender Weise, nachdem der Saal sich schon zur Hälfte geleert hatte (Was für Deppen... Das Licht war noch nicht mal an- weiß doch jedes Kind, dass da noch was geht...), gab es noch eine zweite Zugabe. Sie verabschiedeten sich beim Publikum mit den Worten: "Das ist das letzte Mal für eine sehr lange Zeit, dass ihr die Gelegenheit habt, zu Mando Diao zu tanzen." Schade. Aber wir kommen wieder- PROMISE...

Unsere Konzert-Crew I

Die sexy Schweden

Front of Stage

Unsere Konzert-Crew II

Dann war da noch das fantastische Konzert von Muse Ende November. Schnell war klar, warum über Muse gesagt wird, dass sie als eine der besten Live-Bands gilt. Geniale Vorstellung mit tollen Effekten und einer genialen Lichtshow. Und schon der spacige Anfang, als ein beleuchter Pyramidenstumpf zur Decke empor fuhr und das Schlagzeug und den Schlagzeger frei gab... Klasse.
Die atmosphärische Musik im Einklang mit der genialen Show hatte uns alle schnell gefangen genommen. Matt Bellamys Stimme... Wahnsinn... Ein Falsett, was meine Mutter im Kirchenchor (wenn sie denn dort singen würde, was sie nicht tut) nicht besser hinbekommen würde.
Ein Highlight waren die riesigen Luftballons, die ins Publikum geworfen wurden und minutenlang über die Köpfe transportiert wurden. Aber schaut doch selbst...

Anne und Nina

Klasse Show

Der Irre mit der genialen Stimme

Die riiieeesen Ballons



Samstag, November 25, 2006

Der Wohnungs-Blues

Shit, shit, shit...

Freitag bei der Maklertusse angerufen... Wohnung weg. Seitdem habe ich schlechte Laune. Und dieses Wochenende scheint es zudem auch keinen Durchbruch zu geben an der Wohnungsfront. Also haben wir uns heute für 180 Piepen bei einer Wohnungsvermittlungsagentur angemeldet. Die schicken uns jetzt jeden Tag Wohnungsanzeigen noch bevor sie veröffentlicht werden. Vielleicht bringt das ja was. Ansonsten wird jetzt auch so langsam die Zeit knapp. Hat es zu Anfang noch Spaß gemacht, nervt es jetzt nur noch und das soll ja so nicht sein, nech...?!

Egal, heute war ich erstmal Frustshoppen und habe mir Stiefel (...und zwei Hosen... und nen Pullover...) gekauft. Die kann ich zwar nicht zu dem Muse-Konzert anziehen morgen abend, aber dafür habe ich ja auch noch andere adäquate Klamotten eingepackt...

So und nun gehen wir Cocktails trinken. Damit sollten genug Maßnahmen ergriffen worden sein, um den Wohnungs-Blues zu verjagen... :-)

Dienstag, November 21, 2006

Gestern mal wieder: Crazy

Wie hier schon berichtet, suchen wir im Moment fieberhaft 'ne Wohnung in akzeptabler Größer, in akzeptabler Lage zu einer akzeptablen Miete... Nicht so einfach- wie gesagt...

Verkomplizieren kann man das ganze, wenn man Schatzi zu einem Lehrgang nach München schickt, obwohl viele Wohnungsbesichtigungen unter der Woche stattfinden.

So nun auch gestern. Hat sich so ganz gut angehört in der Zeitung. Ich also dort angerufen und unsere Checkliste abgearbeitet. Mittlerweile ist man ja schon Fuchs. Dann muss man abwägen: lohnt es sich wirklich nach der Arbeit 150 km zurückzulegen, um sich eine Wohnung anzuschauen, die sich dann wieder als Schrotthaufen entpuppt und dann völlig enttäuscht und erledigt wieder 150 km zurückzufahren? Obwohl, es könnte ja schließlich DIE Wohnung sein, die sich hinter der dreizeiligen Anzeige versteckt. Also los...

Und dann war sie es. DIE Wohnung, die ich will. Die oder keine... War fast wie immer, nur, dass ich vor der Wohnung warten musste, bis ein Paar die Wohnung verlassen hatte und dann erst eintreten durfte. Und in dem Moment, als ich eintrat wusste ich es: SIE ist es. Hier mal eine Kurzbeschreibung: Eimsbüttel, 4 Zimmer, 82 m², weißes Vollbad, Einbauküche, Holzdielen, Balkon... Einfach alles was das Herz begehrt. Und die Miete ist auch in Ordnung: 775,00 € zzgl. Strom und Wasser. Dann die Lage... Einfach himmlisch...


Ungefähr 40 andere potenzielle Mieter waren wohl mit mir dort. Eine Entscheidung wird noch diese Woche getroffen- so die Maklerin (ja, das ist ein dickes Minus: Maklercourtage).
Ich habe aber wieder unsere Schleimnummer abgezogen. Man ist ja mittlerweile Profi. Hatte ich doch ein Anschreiben und Kopien unserer Gehaltsabrechnung mit dabei. Ich so: "Ich pack das mal zusammen mit der Selbstauskunft in diesen Umschlag, den ich auch mitgebracht habe, ne?" Da war sie baff und dachte wahrscheinlich: "So eine gut vorbereitete junge Frau." Naja, vielleicht hat sie auch gedacht: "Was für eine schleimige kleine Kröte..." Die Chancen stehen 50/50. Wir werden es Ende der Woche dann sehen.

Nun heißt es: Daumen drücken!!!!

Montag, Oktober 30, 2006

Hamburger Deern

Nun ist es offiziell und ich kann es mit großer Freude auch hier verkünden:
Ab dem 01.01.2007 werde ich ein Großstadtkind sein... Ich habe seit Ende Oktober einen neuen Job und seitdem befinden WIR uns fieberhaft in Hamburg auf Wohnungssuche.

Groteskerweise gestaltet sich eben diese schwieriger als die Jobsuche, denn die war wirklich ein Spaziergang. Kaum zu glauben, bei den nahezu täglichen Schreckensmeldungen über den deutschen Arbeitsmarkt.
Insgesamt habe ich acht Bewerbungen geschrieben und habe drei Einladungen zu Vorstellungsgesprächen erhalten. Zu einem bin ich ganz selbstbewusst gar nicht erst hingegangen. Noch selbstbewusster habe ich bei einer weiteren Firma die Einladung zur zweiten Runde abgelehnt (hat mir einfach nicht gefallen dort. Viel zu steif das Gespräch...). Die dritte Firma hat mir dann sehr zugesagt und ich hoffe, dass ich eine gute Wahl getroffen habe.

Nach der ersten Euphorie kam dann das Magengrummeln, ob der bevorstehenden Kündigung meines derzeitigen Jobs, der mir trotz des ganzen Stresses, doch komischerweise sehr am Herzen liegt... Aber gut, da konnte ich mal beweisen, dass ich einen Arsch in der Hose habe und hab das dann auch bis zum Ende durchgezogen... Es war dann letztendlich so, wie die Entfernung eines Pflasters: Augen zu, tief einatmen und durch. Und ich lebe noch...

Zurück zur Wohnungssuche... Genetisch bedingt bin ich "leicht" ungeduldig. Wir haben uns noch nicht wirklich viele Wohnungen angeschaut, aber die, die wir gesehen haben, waren wirklich Müll. Vielleicht sind unsere Ansprüche auch zu hoch, aber wenn ich schon diesen Sprung wage, dann WILL ich eben auch das volle Programm: Altbau, Holzdielen, Stuck und hohe Decken, 90 qm, unter 1.000 Euro/Monat warm und möglichst keine Courtage. Mit mir reden lasse ich höchstens in Bezug auf die Wohnungsgröße- da wären 75 qm die absolute Schmerzgrenze...

Wie sich die Suche weiterhin gestaltet und ob wir Erfolg haben bei diesen strengen Kriterien- das erfahrt Ihr hier...

Sonntag, Oktober 08, 2006

Soundtrack of my Life

Inspiriert durch Matthias, habe ich mich gedanklich mal auf die Reise meiner bisherigen Lebensjahre begeben und folgende Highlights für Euch zusammen gestellt:

New Kids On The Blocks - Step by Step
Meine allererste musikalische Erinnerung. Schlimm. War so während der Orientierungsstufe, als man auf den ersten Parties noch "Blues"- also so eng umschlungen- miteinander tanzte. Ungefähr zu der Zeit wurde mir auch mein erster Liebesbrief zugestellt. Von einem Typen, den ich absolut inakzeptabel fand. Ich fuhr damals mit dem Rad von der Schule nach Hause und er lief hinter mir her. Den besagten Brief klemmte er mir im Laufen auf dem Gepäckträger. Heulend kam ich nach Hause, weil ich diesen Brief nicht haben wollte. Meine Mutter hat sich scheckig gelacht.

Roxette - Joyride
Aline und ich fanden Roxette damas obercool. Das war auch die Zeit, als wir bei ihr die Nächte am C64 durchgezockt haben oder wahlweise uns drei bis vier Videofilme Marke "Einsam, Zweisam, Dreisam", "Breakfast Club" usw. angesehen haben.

Guns 'n' Roses - November Rain
Steht für die Zeit, als ich total in J.-R. verknallt war. Der stand auf Guns 'n' Roses und ich dann folglich auch. Leider wurde ich von ihm nicht erhört und es blieb eine unerfüllte Schwärmerei. Getröstet habe ich mich mit "November Rain". Endzeitstimmung.

Phil Collins - I Wish It Would Rain Down
Ich schäme mich fast es zuzugeben, aber Phil Collins war mit 14 mein erstes Live-Event. Aline und ich hatten Matthias und seine damalige Freundin in Sachen Eintrittskarten beerbt und wurden dann mitten in Hannover von zwei anderen Wesendorfern ausgesetzt. Hannover kam mir damals so riesig vor und überhaupt war ich total verängstigt... Wahrscheinlich haftet dieses Konzert deshalb auch ewig an meiner Erinnerung. Um dem Kitsch die Krone aufzusetzen, fing es damals bei diesem Song- es war der Letzte- an zu regnen. Kein Scheiß.

The Beautiful South - Song for Whoever
Steht für meinen ersten (es folgten noch viele weitere) Kreislaufzusammenbruch bei einem Konzert. Damals war ich mit C., mit dem ich schon den zweiten Beziehungsanlauf unternommen hatte, und seinem Bruder S. zum Konzert im Capitol in Hannover. Ich kannte die Band nicht und war auch nicht wirklich beeindruckt. Spätestens an C.'s Reaktion bzw. Nicht-Reaktion, als ich mich kreidebleich auf Klo zurückzog, hätte ich merken müssen, dass wir beide definitv keine gemeinsame Zukunft haben.

New Model Army - 51st State
Ein Klassiker. Damals haben wir im Rahmen einer Projektwoche ein Musikvideo erstellen müssen. Unsere Gruppe war genial. Ich hatte selten in meiner Schullaufbahn so viel Spaß wie in dieser Woche. Und das Video, was am Ende dabei herauskam, war ungelogen MTV-reif. Es folgten in gleicher Besetzung noch weitere Video-Projekte, wo wir unter anderem einen Dokumentarfilm über Aids drehten. Ich musste die aidskranke Fixerin im Interview spielen. Eigentlich ein sehr ernstes Thema- aber die Umsetzung gestaltete sich, ob unkontrolliert eintretender, hysterischer Lachanfälle, eher schwierig.

Beck - Loser
Steht für das Jahrgangszelten in der 11. Klasse. Damals hat sich etwas Entscheidendes geändert in meiner Freundschaft zu T. Ihn kannte ich zum damaligen Zeitpunkt schon ganze 11 Jahre, aber nach diesem Zelten war nichts mehr wie es war. Wir begannen uns ineinander zu verlieben und wagten ziemlich genau ein Jahr später den Sprung von der Freundschaft zur Beziehung. Schlimmer Fehler. Es hat mir das Herz gebrochen. Ich verlor einen guten Freund und drei Monate später meine erste große Liebe. Heute weiß ich, dass das ein absolutes Tabu ist.
Beck mag ich trotzdem auch heute noch. Ein grandioser Musiker und live einfach ein Erlebnis...

Shania Twain - You're Still The One
Dieses Lied habe ich rauf- und runtergehört und mir eingeredet, dass meine langjährige Beziehung zu S. noch zu retten ist. Das war natürlich nicht der Fall. Schön, dass wir uns heute gut verstehen und uns mit großem Respekt in die Augen schauen können. Schwierige Phase.

Sportfreunde Stiller - Fast wie von selbst
Steht für den Beginn von 4 schönen Jahren an der Seite von G.
Der Titel allerdings ist etwas irreführend, da es eben nicht wie von selbst geschah. Es war eine absolute Kuppelarbeit meiner liebsten Freundin Doris... Später hat sie dann bereut, dass sie uns miteinander bekannt gemacht hat- but that's another story...

Sportfreunde Stiller - Ein Kompliment
Wo wir schon bei den Sportfreunden sind: Ein Kompliment steht für wirkliche Freunde und für meine fantastische Familie, die mir im schwierigen Jahr 2004 so zur Seite gestanden haben. Sing-Modus EIN:
ICH WOLLTE EUCH NUR MAL EBEN SAGEN, DASS IHR DAS GRÖSSTE FÜR MICH SEID...
Sing-Modus AUS.

Robbie WIlliams - Angels
The world sexiest man alive. Dieser Song steht für die beiden Konzerte, die ich bisher mit den Mädels besucht habe. Grandiose Events.

Beasteaks - Ain't Complaining
Nachdem der erste schlimme Kummer vorrüber war habe ich mich mit Anne und Matthias, Doris und Simone und all den anderen durch den Sommer 2004 von einem Konzert zum anderen getanzt. Ich habe noch nie in meinem Leben soviel Geld in Konzertkarten investiert. Aber missen möchte ich die Zeit dennoch nicht. Und die Beatsteaks sind cool wie Sau.

What If - Coldplay
Kurz nachdem Jörn und ich zusammenkamen waren wir auf einem Coldplay Open Air. Für Frischverliebte kann es nichts Schöneres geben als ein Coldplay-Konzert. Ganz große Klasse. Da kann, wie man sieht, gar nichts schiefgehen :-)

Roxy Music - More Than This
"More Than This" war die erste, etwas ungewöhnliche musikalische Liebeserklärung, die Jörn mir gemacht hatte. Später hatten wir uns dann das Musikvideo dazu runtergeladen. Ist aus den frühen 80er Jahren und wirklich sehenswert.

Ich könnte noch für immer so weiter schreiben. Ich hatte eigentlich, als ich Matthias Sondtrack gelesen hatte, gedacht, dass ich mich wie immer an gar nichts erinnern kann (als damals bei der Zellteilung das Gedächtnis vergeben wurde, habe ich nicht gerade "HIER" geschrien). Aber auf meiner Rückfahrt von HH nach Hause heute abend fiel mir auf einmal ein Song nach dem anderen ein.
Komischerweise spiegeln 85% der genannten Songs und Bands nicht meinen Musikgeschmack wider. Aber das sollte auch nicht Sinn der Übung sein und es war wirklich schön mal zurückzublicken... :)
Spannend ist die Frage, was für Songs wohl in Zukunft noch hinzukommen werden.

Also: who's next?!

Freitag, September 29, 2006

Endlich...

... U R L A U B !!!


Heute abend geht es erst nach Hamburg zu meiner zweiten Basis und morgen früh dann an die See nach St. Peter-Ording. Eine Woche mal einfach nur gar nichts tun. Den ganzen Tag im Schlabberlook durch das Haus laufen, lesen, in die Sauna gehen usw.
Neidisch?!

Montag, September 18, 2006

Ich lebe noch...

... und dieses Blog auch. Es befindet sich nur gerade in einem Dornröschenschlaf. Was daran liegt, dass ich zur Zeit viel um die Ohren habe und ich den Kopf nicht frei bekomme, um hier etwas zu veröffentlichen. Das soll sich bald wieder ändern.

Es gibt einige interessante Entwicklungen, über die ich sehr gerne schreiben würde aber noch nicht schreiben kann. Aber hoffentlich bald.

Und bis dahin hoffe ich, dass mir zumindest einige hier noch die Treue halten... :o)

P.S.: Norwegen war toll und wird sicherlich auch irgendwann einmal privat von mir bereist werden.

Montag, August 21, 2006

On the Move


So, heute zisch ich bis Mittwoch ab nach Norwegen... Und News über diese Reise poste ich wenn ich zurück bin... Falls ich dann nicht krank bin...


Mittwoch, August 16, 2006

Aua!!

Typisch Nina... Eine leichte Trotteligkeit scheint mir wirklich angeboren zu sein.

Gestern, bei einer unserer berüchtigten Familienfeste, diesmal zu Ehren meiner Cousine, bin ich mit Svenja die Treppe runtergestiegen. Laber, laber... Ich drehte mich, um dem Gesagten mehr Ausdruck zu verleihen, kurz zu ihr um und verfehlte prompt eine Stufe. Da meine Augen leider (noch) nicht in Fallrichtung blickten, konnte ich meine Arme nicht reflexartig ausstrecken, um mich abzufangen und so das Schlimmste zu verhindern. Schade eigentlich. Das einzige was sich reflexartig bewegte, war der Kopf, der sich in Richtung Wand drehte.

Damit Ihr Euch das Ganze besser vorstellen könnt, hab ich mal zwei kleine Skizzen vom "Unfallort" erstellt:

(Click to enlarge!)

Der Fall wurde abgebremst von Nase, Mund und Knie. Ganz feine Sache. Mir schossen gleich die Tränen in die Augen. Ich hoch- zurück nach oben. Der erste Gedanke galt den Zähnen. Alle noch drin- schön. Aber ich merkte schon, wie die Lippen auf ungefähr doppelte Größe anschwellen.
Meine Mutter kam dazu und da sie berufsmäßig leider nicht mit der natürlichen Portion Feinfühligkeit gesegnet ist, war das erste was sie zu mir sagte (nachdem sie sich nach meinen Zähnen erkundigt hatte), dass ich nicht so verdammt hysterisch sein soll. Klasse, jetzt steht einem nach so einem Sturz, wenn man aussieht wie Chiara Ohoven nach der Eigenfettinjektion, nicht mal mehr eine Schockreaktion zu.

Gut, die ganze Geschichte gekühlt mit Eis, zwei Schmerztabletten mit nem Glas Sekt runtergespült und dann ging es schon wieder. Ich war die Lachnummer des Abends...

Heute morgen allerdings ist nun das Knie dick wie Ottfried Fischer gewesen (von den Lippen und der Nase mal ganz zu schweigen) und ich sehe mich leider gezwungen, das Lauftraining mit Maren abzusagen. Shit...

Bleibt zu klären, ob die angeborene Trotteligkeit von Mutter oder Vater vererbt wurde.

Dienstag, August 08, 2006

Gelesen:

In der letzten Neon fand ich einen Artikel über einen amerikanischen Forscher, der gentechnisch die Kalorienzahl von Äpfeln verringert...

Ich glaub spinnen echt langsam. Wie wäre es mit mehr Äpfeln (mit "normalen" Kaloriengehalt) und weniger fast food, Schoki und dergleichen- dann klappt das auch mit der Fettreduzierung, ohne dass man sich an den armen Äpfeln vergeht. Die können doch schließlich nix dafür, dass mittlerweile 64,5% der US-Bevölkerung übergewichtig sind... oder?!

Vielleicht brauchte der blöde Forscher auch irgendeine hirnige Daseinsberechtigung- wie sonst kommt man bitte auf so eine schwachsinnige Idee?!

Montag, Juli 31, 2006

Hase und Igel

Nachdem erfolgreichen Laufabend am Freitag, war ich alkohol- und hitzebedingt wahrscheinlich etwas größenwahnsinnig und hatte mich in einem Anflug von Großkotzigkeit darauf eingelassen, am Sonntag mit Mathias, dem Mitbewohner von Jörn, zu trainieren.

Als am Sonntag dann das Bier vom Vorabend durch war und ich wieder etwas klarer sah, legte sich auch die Euphorie. Ich versuchte mich halb zu drücken, kam aber aus der Geschichte nicht mehr raus, ohne mein Gesicht zu verlieren.

Am Freitag war ich noch supergut drauf, sprintete immer vor, tänzelte dann wartend rum, ruderte wie wild, leicht provokativ mit den Armen- kurz: gab mich also in bester "Hase-Igel-ich bin-auch-schon-da-Manier" meinem Freund gegenüber, der konditionell nicht in bester Verfassung ist. Bisweilen fragte ich bissig, ob wir das Tempo nicht erhöhen könnten, ob der Gefahr sonst stehen zu bleiben. Er war- zu Recht- leicht angesäuert. Nur die Tatsache, dass er sehr stolz auf sich war, die 15 km-Schallmauer durchbrochen zu haben, verhinderte einen schlimmeren Streit.

Dann kam der Sonntagabend und es kam wie es kommen musste:
Mathias ist mindestens 2,50 m groß (wenn nicht noch größer) und seine Beine sind ebenfalls mindestens doppelt so lang wie meine. Er machte einen Schritt, während ich 1,5 Schritte machte, bei einem erheblich höherem Grundtempo als dem, was ich sonst immer so zu laufen pflege.

So liefen wir also und die Rollen vom Freitag waren vertauscht. Er übernahm den Part von Jörns Rächer. Er lief vor und wieder zurück, sprang über Findlinge, nahm den Tutenberg noch mit, während ich mit dem seitwärts am Berg liegendem Steilstück noch gut zu tun hatte. Und das alles bei den Temperaturen. Zwischendurch wurde mir schon recht schummerig vor Augen und es war sicherlich nicht klug weiterzulaufen, aber ich bin ja bissig und aufgeben liegt mir einfach nicht. Also ging ich auch Runde zwei an. Mit jedem Schritt nahm ich mir vor, mich im Anschluss an diese Tortur bei Jörn zu entschuldigen und beim nächsten Mal sämtlich Mätzchen während des Laufens zu unterlassen, aus Angst davor, dass er ein weiteres Mal gerächt wird- vom großen weißen Mann.

Mathias meinte im Anschluss an unsere Laufeinheit, dass es ihm Spaß gemacht hat, mit mir zu laufen und das er das gerne wiederholen würde. Man möge mich davor bewahren, wieder größenwahnsinnig zu werden!!

Samstag, Juli 15, 2006

"Let Me Entertain You" - And So He Did!!

Nach einer anstrengenden Rückreise am Mittwoch/ Donnerstag, habe ich am Donnerstag meine gesamte Wäsche gewaschen (inklusive meiner neuen Eroberungen) und am Freitag meine Tasche erneut gepackt, um gen Norden zu einem Treffen mit gleich zwei Männern zu fahren.

Meine erste Station war die mir vertraute Wohnung in der Leverkusenstraße, um dort meinen Jörn nach 6 Wochen wieder in die Arme zu schließen.

Kurz darauf kamen meine Mädels und gemeinsam pilgerten wir Richtung Bahrendfelder Trabrennbahn. Dort harrten wir geschlagene fünf Stunden in der Sonne aus, bis diese dann schließlich fast unterging und ER, begleitet von einem nicht nur sprichwörtlichen Feuerwerk, auf der Bühne erschien, um uns zwei Stunden lang glauben zu lassen, dass wir alleine dort stehen und nicht mit 80.000 anderen...

Man mag ja über Robbie Williams denken was man will und man muss auch seine Musik nicht mögen, aber kein anderer versteht es, sich auf der Bühne darzustellen, wie er es eben tut. Fantastisch. Mit gewohnter Rüpelhaftigkeit lobte er die Oberweiten der Damen in der ersten Reihe und war dabei dennoch charmant. Erklärte, dass er nach den Erfahrungen der letzten Tour keine Frau auf die Bühne holen könne- fast entschuldigend. Erzählte von dem Besuch seines Arztes am Morgen und der Spritze, die der ihm verpasst hatte. Dafür erntete er linderndes Mitleid des Publikums, das er gleich ein zweites Mal einforderte. Und so weiter und so fort.

Es war ein rundum gelungener Sommerabend, ein schöner Start für mein "Wieder-zu-Hause-sein" und ein toller Abschluss meiner Urlaubswochen.

Mittwoch, Juli 12, 2006

Vergleich

Manhattan hat fast 26.000 Einwohner je km², während Hamburg "nur" 2.300 Einwohner je km² hat...

Das nur mal so nebenbei. Ansonsten haben wir gerade unsere Koffer gepackt und da die ganzen Schuhe ja irgendwie mit nach Hause wollen, muss ich morgen wohl oder übel die eine oder andere Plastiktüte mit ins Handgepäck nehmen. Schlimm.

Also dann: Bye Manhatten, Heimat wir kommen...


Schuhparade


Kann mir mal einer sagen, wie ich die ganzen verdammten Schuhe mit nach Hause bekommen soll??? HELP!


Dienstag, Juli 11, 2006

Sex and the City

Hier sitzen wir drei Mädels, also Simone und meine Wenigkeit mit unserer sympathischen Quasi-Reiseführerin Nicole, die hier als freie Mitarbeiterin bei der Gala arbeitet und dadurch so manchen Promi schon zu Gesicht bekommen hat, auf der Treppe von Carrie Bradshaw, unser aller Idol aus SEX AND THE CITY...


Meatpacking District, also dem Stadtteil in dem Samantha aus der Serie ihr neues Appartment bezogen hatte, haben wir auch gesehen. Und sie wohnte genau hier hinter dieser Tür:


Ich habe selten etwas abgefuckteres wie dieses Viertel gesehen, aber die Mieten hier sind die höchsten von ganz Manhatten und alle namenhaften Designer tummeln sich um dieses Plätzchen, das sich gerade mal über eine handvoll Blocks erstreckt...

Guys,...

...should you ever intend to visit New York City, you definitely have to check out this place...:




Das ist nämlich die Bar, in der der Film "Coyote Ugly" gedreht wurde. Ein Erlebnis. Definitiv...
Na, das lässt doch bestimmt alle Männerherzen höher schlagen, oder?
(Man beachte die BH's, die dort unter der Decke hängen. Es wird gemunkelt, dass sich selbst Julia Roberts und Tyra Banks dort schon ihre BH's haben entwenden lassen. Naja, die bekommen sicherlich auch Massenrabatt bei Victoria's Secret...)